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Arbeitstreffen der Agrarpolitischen Dialoge und verwandter Projekte in Kiew

Das diesjährige Treffen der Agrarpolitischen Dialoge fand in Kiew statt und zeigte schon von der Zahl der Teilnehmer her die wachsende Bedeutung dieses Projektformats im Rahmen der internationalen Aktivitäten des BMEL. Neben den bereits seit vielen Jahren aktiven Projekten in Russland (seit 1994), der Ukraine (seit 2006) und Kasachstan (seit 2009) waren Vertreter analoger Projekte in China und der Mongolei anwesend.
In der Zeit vom 12. bis zum 15. September 2016 trafen sich die Beteiligten unter der Leitung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu einem mehrtägigen Workshop. Neben den Vertretern des Bundesministeriums und den Projektteams aus den Ländern nahmen an dem Erfahrungsaustausch die zuständigen Mitarbeiter der GFA Group (Generalbevollmächtigter des BMEL), der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) sowie der IAK AGRAR CONSULTING GMBH, des IAMO und der Ekosem als Projektdurchführer teil. Erstmals waren der APD China und das Deutsch-Mongolische Kooperationsprojekt vertreten.
Als Auftakt des Treffens wurde die von den Agrardialogen gemeinsam erstellte Sammlung ausgewählter deutscher und europäischer Agrargesetze in russischer Sprache offiziell vorgestellt. Von den Projekten wurden wichtige, in den jeweiligen Ländern prioritäre Themen identifiziert und daraus zunächst 41 grundlegende Agrargesetze und Verordnungen in den Rubriken 1. Allgemeine Politik mit Bezug zum Agrarsektor, 2. Verwaltung/Statistik, 3. EU-Agrarpolitik, 4. Land- und Bodenrecht, 5. Tierhaltung/Tiergesundheit, sowie 6. Pflanzenbau/Bodenschutz zusammengestellt und ins Russische übersetzt.
Als fachliches Thema standen der Klimawandel und Anpassungsstrategien für die Landwirtschaft im Vordergrund.
Hauptinhalt des Treffens waren natürlich die Zusammenarbeit und anzustrebende Synergieeffekte der Agrarpolitischen Dialogprojekte. Es zeigte sich, dass trotz unterschiedlicher Voraussetzungen und Anforderungen in den Zielländern sowohl hinsichtlich der Schwerpunktthemen als auch der methodischen Ansätze viele Gemeinsamkeiten bestehen.
Derzeit werden vom BMEL in der Ukraine neben dem APD drei weitere Kooperationsprojekte gefördert. (Deutsch-Ukrainisches Agrardemonstrations- und Fortbildungszentrum, Agritrade-Projekt, Deutsch-Ukrainische Zusammenarbeit im Ökologischen Landbau). In der abschließenden Diskussion standen nochmals die Projektarbeit und die Zusammenarbeit mit dem BMEL, der GFA und der BVVG im Mittelpunkt. Einhellig bekräftigten die Teilnehmer, dass diese Art des Erfahrungsaustausches und der Information äußerst wertvoll für die Arbeit der Projekte ist, einen viel intensiveren Austausch ermöglicht und Anregungen gibt, die über den „normalen“ Austausch von Dokumenten und Berichten über das Internet hinausgehen.
Die Teilnehmer hatten auch Gelegenheit, die Stadt Kiew kennenzulernen und werden sie lange in guter Erinnerung behalten.
Im Anschluss an das Treffen der APDs besuchten die Teilnehmer den Feldtag des ADFZ.
Wir bedanken uns herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Deutsch-Ukrainischen Agrarpolitischen Dialoges für die Organisation und für die Unterstützung durch das BMEL und die GFA.
[APD Kasachstan]

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